IRMIN SCHMIDT

 IrminSchmidt Nocturne cover web
Album: Nocturne
Label: Spoon Records
Vertrieb: Rough Trade Distribution
VÖ: 29. Mai 2020
 

IRMIN SCHMIDT hat Details zu „Nocturne“ bekannt gegeben, einem neu aufgenommenen Live-Album, das seinen Auftritt beim Huddersfield Contemporary Music Festival Ende letzten Jahres dokumentiert. „Nocturne“ wird am 29. Mai 2020, dem 83. Geburtstag des Komponisten, auf Spoon Records als weltweite Auflage von 1000 Stück als Doppel-LP auf weißem Vinyl (Side 4 etched), CD und digital veröffentlicht.

 

Der Auftritt auf dem renommierten Festival war sein bislang erstes Solo-Klavierkonzert in Großbritannien. Der Künstler präsentierte die weltweite Premiere von zwei ungehörten Kompositionen, 'Nocturne' und 'Yonder', und die britische Premiere von 'Klavierstück II' vom 2018 Solo-Album “5 Klavierstücke“.

 

„Nocturne“ (Live at the Huddersfield Contemporary Music Festival) besteht aus drei Stücken, die live auf einem teilweise präparierten Klavier aufgeführt werden, sowie zusätzlichen aufgezeichneten Klanglandschaften. Die Live-Aufführung von „Klavierstück II“ ist eine nachdenkliche Improvisation, bei der wesentliche Elemente des Originalstücks verwendet werden. "Nocturne" beginnt mit Umgebungsgeräuschen, während das Klavier scheinbar mit der Klanglandschaft verschmilzt und schließlich zu einem langen meditativen Klaviersolo heranwächst. "Yonder" ist ein viel dramatischeres Stück, das von den überwältigenden Klängen der Kirchenglocken dominiert wird, eine Art "dies irai", radikal, emotional und äußerst poetisch.

 

Irmin Schmidt über 'Nocturne': „So wie man Gesichter und Tiere in Form von Wolken sehen kann, kann man manchmal - besonders nachts zwischen Schlaf- und Bewusstseinszustand - Klangfiguren aus den Geräuschen erscheinen lassen, die einen umgeben.”

 

Irmin Schmidt über 'Yonder': „Während des Krieges lebten wir umgeben von Ruinen, nur der Kirchturm war intakt und die Glocken platzten jede Stunde des Tages durch die Ruinen. Diese Erinnerung hat mein ganzes Leben lang starke emotionale Verbindungen zum Klang von Kirchenglocken hinterlassen. Als ich Notre Dame live im Fernsehen zu Asche brennen sah, erinnerte ich mich daran und schrieb „Yonder“. Drei Wochen nach dem Brand war das Stück fertig. “

Aus „All Gates Open“ (von Schmidt und Young / Faber & Faber) zitiert Irmin Schmidt: „Eines Nachmittags höre ich auf den Straßen die schönen Glocken der St. Martin-Kirche. Minuten vergehen. Das Klingeln fasst alle Geräusche der Stadt um mich herum zusammen und verschmilzt sie zu einem einzigen Klangraum. Harmonien und Farbtöne um mich herum, vibrierend, schimmernd. Ich stehe und höre zu. Manchmal fühle ich mich bei Kirchenglocken seltsam zu Hause und sicher. Auch als Atheist ist man immer noch Christ.“

Nach einer umfassenden klassischen Ausbildung als Pianist, Dirigent und Komponist war Irmin Schmidt, der bei Stockhausen und Ligeti studierte, Ende der 60er Jahre Mitbegründer von CAN, die klassische neue Musik mit Rock und Jazz kombinierten. 

 

Außerhalb seiner Arbeit mit CAN hat Schmidt über ein Dutzend Soloalben veröffentlicht und die Oper „Gormenghast“ geschrieben, die auf den Romanen von Mervyn Peake basiert. 2015 wurde er für seinen Beitrag zu Kunst und Kultur zum Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt, einer der höchsten Auszeichnungen Frankreichs, und 2018 veröffentlichte Faber Social „CAN - All Gates Open“, ein zweiteiliges Buch - der erste Teil ist CAN’s Biographie, geschrieben von Rob Young, und der zweite Teil ist CAN Kiosk, eine Collage aus Tagebucheinträgen und Interviews, die von Irmin bearbeitet und geschrieben wurden.

 

Irmin Schmidts letztes Album „5 Klavierstücke“ von 2018 war ein Klavierwerk mit teilweise präpariertem (wie er von John Cage selbst unterrichtet wurde) und nicht präpariertem Klavier, aufgenommen und produziert von Gareth Jones in Südfrankreich. Ende 2019 erschien die kürzlich aktualisierte Sammlung von Irmin Schmidts Soloarbeiten „Villa Wunderbar“ erstmals auf Vinyl.

 

Schmidts Sound-Trips kombinieren das, was normalerweise konkurriert und sich einander ausschließt: Rock, Pop, Jazz, Klassik, Elektronik, Ambient, Drum'n'Bass, Walzer, Östliches ... Er ist ein musikalischer Alchemist.

JÜNGSTES LOB FÜR IRMIN SCHMIDTS 5 KLAVIERSTÜCKE

„… Er baut einen unerbittlichen, gedämpften Rhythmus auf, den Jaki Liebezeit bewundert hätte“ 8 * UNCUT

"Ein hypnotisches Duell zwischen Stille und Menschlichkeit" - PROG

"... zenartig in seiner Sparpolitik" – SPIN

 

TRACKLISTING

1 - Klavierstück II (18:24)
2 - Nocturne (13:59)
3 - Yonder (22:39)

 

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27. März 2018

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