ANDRÉ CYMONE

AndreCymone cover web

Album: 1969
Label: Leopard
Vertrieb: Good To Go
VÖ: 22. September 2017
 

1969 ist ein kreativer Meilenstein in einer langen und abwechslungsreichen Karriere von André Cymone, die ein breites Spektrum umfasst; beginnend bei seinen frühen Kooperationen mit Prince, über seine Solo-Erfolge in den achtziger Jahren, bis zu seiner Rolle als Hitmacher für eine Reihe von bekannten Pop und R&B Acts. 2014 beendete Cymone seine selbst auferlegte Pause und nahm erstmals nach 27 Jahren wieder eine Platte auf. Mit The Stone gelang es ihm, sich auf bemerkenswerte Weise neu zu erfinden und trat mit einigen der vollkommensten und persönlichsten Musikstücke, die er jemals gemacht hat, an die Öffentlichkeit. Nun folgt "1969".

Das neue Album von Andre Cymone mag zwar 1969 heißen, aber nostalgisch ist er deswegen keineswegs. „Es gibt viele Parallelen zwischen 1969 und heute“, stellt der altgediente Sänger/Liedermacher/Produzent fest. „Man schaut sich die Nachrichten an und sieht all die verrückten Dinge die geschehen und muss feststellen, dass wir immer noch mit denselben Probleme wie damals zu kämpfen haben. Das hat mich zu viele der Songs inspiriert.“

Und tatsächlich, die klanglich erfrischenden und melodisch durchdringenden Aufnahmen ziehen einige überraschende Parallelen zwischen dem titelgebenden Jahr – dem Jahr in dem die utopischen Ideale der 60er der harschen Realität ins Auge blicken mussten – und heute. Das Ergebnis ist ein zutiefst fesselndes musikalisches Statement; das Werk eines leidenschaftlichen Idealisten, der den brutalen Enttäuschungen in der Welt entgegentritt.

In 1969 balanciert Cymone mit ausgesprochen scharfkantig melodischem Geschick und emotionsgeladenem lyrischem Einfühlungsvermögen zwischen unerschrockenem Realismus und einem starken Gefühl der Hoffnung. Einem Gefühl, das  aber das direkte Ansprechen von Rassismus und wirtschaftlicher Benachteiligung nicht ausklammert. „Schau dir an wo wir stehen und vergleiche es damit, wo wir sein sollten. Es ist ziemlich schockierend“, beteuert Cymone. „Wir haben es weit gebracht, aber als Menschen und als Zivilisation sollten wir uns weiterentwickeln. Leider lehnt es eine große Gruppe von Menschen ab, sich weiterzuentwickeln und es bleibt daher die Aufgabe von Menschen mit reinem Gewissen, diesen Felsbrocken weiterzuschieben.“

Mit 1969 hat Cymone den kreativen Einsatz nochmals erhöht. Die Entstehung des Albums wurde durch den Tod seines Vaters und die damit verbundene Rückkehr des Künstlers in seine Heimatstadt Minneapolis, um das Erbe zu ordnen, ausgelöst. „Mein Vater war Musiker, Künstler und Erfinder und ich musste mich durch alle seine Sachen arbeiten“, erklärt Cymone. „Er war ein passionierter Sammler von Zeitungsausschnitten und er hat tatsächlich alles aufgehoben, was durch die Jahrzehnte berichtenswert gewesen ist. Wie ich nun da gesessen bin und mich durch seinen Kram gearbeitet habe, durch all diese Geschichten, habe ich  begriffen, dass es eine ganze Reihe von Parallelen zwischen dem was heute los ist und was damals war, gibt.“

Diese Erfahrung löste eine Welle neuer Songs aus, die Cymone sofort voller Energie und Unmittelbarkeit, wie es sie nur bei einer live-in-the-studio Performance gibt, ohne lange zu warten mit seiner Band aufnahm. „Bei diesem Album habe ich mir überlegt, was für mich persönlich in der Musik die beste Periode gewesen ist und bin dabei auf die 60er Jahre gekommen“, erläutert Cymone. „Also habe ich beschlossen Musik zu machen, die den Vibe der Zeit aufgreift, ohne retro zu wirken. Und ich wollte auf dieser Reise Menschen mit mir mitnehmen.“

Mit dieser aktuellen kreativen Phase hat er ein wichtiges Kapitel in seiner Karriere hinzugefügt, aber Cymones Leben als Musiker hat schon vor Jahrzehnten begonnen. Er wuchs in einer politisch und musikalisch engagierten Familie in Minneapolis auf. Cymone entwickelte ein Interesse an gesellschaftspolitischen Themen und das brennende Verlangen, sich durch Musik auszudrücken. In seinem Schulkollegen Prince fand er einen Gleichgesinnten. Sie begannen gemeinsam in Bands zu spielen und schufen so die Grundlage für den revolutionären Minneapolis Sound, der das Gesicht der Unterhaltungsmusik in den 80ern verändern sollte.

In den frühen 80ern verließ er Prince und seine Band um eine Solokarriere zu starten. Er veröffentlichte drei Alben die gut aufgenommen wurden - Livin' in the New Wave, Survivin' in the '80s und AC – deren visionäre New Wave/ Funk Fusion ein halbes Dutzend von R&B Hit-Singles hervorbrachte, unter anderem den Prince Top Ten Hit „The Dance Electric“ aus 1985. Cymone etablierte sich zudem als gefragter Produzent, unter dessen Leitung eine Reihe erfolgreicher Alben unterschiedlichster Musiker auf den Markt kamen. Das Spektrum reichte hier von Jody Watley, Tom Jones, Pebbles, Adam Ant, Jermaine Stewart bis zu Evelyn „Champagne" King. In den späten achtziger Jahren zog sich Cymone aus dem Rampenlicht zurück, um sich seinen Kindern zu widmen, während seine Kreativität nun in einige schriftstellerischen Projekte floss.

All seine Energie ist jetzt wieder darauf gerichtet Musik zu machen und Andre Cymone ist begeistert, dass diese nun „wirklich ganz die meine ist. Es geht nicht um Verkaufszahlen oder Plattenfirmen; im Moment bedeutet mir dieser ganze Kram absolut nichts,“ erklärt er. „Mir ist es wichtig, Songs zu schreiben, die die Realität zeigen wie sie ist, aber immer auch etwas Positives und Konstruktives beitragen. Die Menschheit muss sich weiterentwickeln wenn sie langfristig überleben möchte. Das ist unser Moment, und wenn wir ihn ungenutzt verstreichen lassen, dann war es das. Wenn du nicht alles versuchst um die Welt so gut wie möglich zu gestalten, dann hast du eine Chance verpasst die Welt für dich und deine Kinder lebenswerter zu machen.“

„Es klingt verrückt, aber früher habe ich das nicht wirklich begriffen“, so Cymone. „Ich wusste wie man Texte schreibt und Musik macht, aber erst jetzt ist mir ein Licht aufgegangen. Ich habe all die verrückten Dinge geglaubt, wie man ins Radio kommt, wie man sich anpasst um dem Bild, das andere Menschen von einem haben, zu entsprechen. Wie ich dann begriffen habe, dass nichts davon wirklich wichtig ist, sind die Songs nur so aus mir herausgesprudelt. Seit dem Moment habe ich nie mehr zurückgeblickt. In dem Moment wo ich all diesen Kram hinter mir gelassen habe, bin ich erst wirklich zum Künstler geworden. Und ich fühle mich immer noch so, als hätte ich eben erst begonnen.“

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